21 Jan

Ist Devilian Pay to Win? Free to Play – Falle oder Freiheit

Ist Devilian pay to win?

Auch bei Devilian stellt sich die Frage, ob Pay to Win durch das Free to Play Modell entsteht. Hat man also entscheidende Vorteile durch Einsatz von Echtgeld im Spiel? Meinen Eindruck nach etlichen Spielstunden will ich euch heute wiedergeben.


Wie stark ist Devilian Pay to Win?

Bevor ich beginne muss ich klarstellen, was Pay to Win für mich bedeutet, da sonst evtl. Verwirrung entsteht. Für mich bedeutet dieser Begriff:

  1. Dass ein Spiel mich  indirekt zwingt echtes Geld auszugeben, um weiter voranzukommen oder gewisse Ziele erreichen zu können.
  2. Oder, dass der Ingame-Shop mit seinem Echtgeld-Angebot an Items derartige Vorteile gewährt, sodass ich im Kampf mächtiger bin als andere Spieler, die sich nichts mit echtem Geld kaufen.

Ist Devilian Pay to Win nach dieser Definition? Meine Antwort dazu lautet „Jein“. Um es noch verständlicher auszudrücken, ist meine Meinung je nach Spielertyp unterschiedlich. Aus Sicht eines PvP-Spielers sage ich: „Ja, Devilian ist Pay to Win!“. Wer allerdings nur den PvE-Teil des Hack and Slay MMOs bestreitet, bekommt davon nichts mit.

Wie ich zu dieser Meinung komme:

Der Teil mit dem „Ja“:

In Devilian ist das Equipment extrem ausschlaggebend. Natürlich spielt Skill und die Skillung auch eine Rolle, jedoch liegen Welten zwischen einem Spieler mit Grundausstattung und einem Spieler mit den mächtigsten Items. Auch Artefakte, die man in Gegenständen ausrüstet, spielen dabei mit. Insbesondere, weil diese sich sehr stark und intensiv aufwerten lassen.

Für dieses Aufwerten benötigt man bestimmte Zugaben und hier kommen wir zum Punkt. Wenn ich bereit bin, echtes Geld auszugeben, kann ich diese Artefakte viel schneller ganz nach oben bringen.

Sicher kann man auch sagen, dass ein Spieler ohne Geldeinsatz dennoch irgendwann die höchste Stufe erreicht. Die Frage ist hier allerdings „Wann das passieren wird?“. Die Antwort lautet „Nach einer so langen Zeit, in der du so oft im PvP in den Boden gestampft wurdest, sodass du kaum noch Motivation dafür übrig haben wirst.“

Ebenfalls können Talismane großen Einfluss auf die Kampfkraft haben. Auch diese lassen sich sehr weit aufwerten. Gewisse Seltenheitsstufen und Aufwertungsboni erhält man aber kaum ohne Geld einzubringen. Auch hier ist es wieder geschickt gelöst:

In der Tat kann ein Spieler das auch ohne Geld erreichen. Wie lange er dafür allerdings unterlegen bleibt, ist der springende Punkt. Ich finde, dass diese Zeitspanne zu lange  ist.

Der Teil mit dem „Nein“:

Wer sich als Casual-Spieler in Devilian nicht mit anderen messen möchte, wird meist gar nicht erst fragen, ob Devilian Pay to Win ist. Wer ein Dungeon-Fan ist, kommt hier voll auf seine Kosten. Dafür ist keinerlei Geldeinsatz notwendig.

Gleiches gilt für das Questen oder den Abyss-Turm. Hier kann man unglaublich viel Zeit zubringen und viel Spaß haben. Nachteile ergeben sich nicht, wenn man sich ohne Euros durch das Spiel schlägt.

Die gewaltige Handbremse wird meiner Meinung nach erst im Endgame gezogen, wenn man die lila-Ausrüstung oder gar mehr möchte. Für das komplette erste lila-Set benötigt man 420 Münzen. Pro Dungeon-Run erhält man eine Münze. Zur Auswahl stehen dafür allerdings nur 4 Dungeons.

Das heißt also etwa 100 mal jeden Dungeon mit gleichen Monstern und Bossen bekämpfen. Irgendwann habe ich persönlich einfach vergessen, mich erneut in Devilian einzuloggen. Wer allerdings ein Grinder aus Leidenschaft ist, findet hier genau das Richtige. Leider muss man da durch, wenn man in die legendären Dungeons will, da diese eine hohe Rüstungswertung voraussetzen, die man ohne diese Items nicht hat.

Mein Fazit ist also, dass Devilan schon etwas Pay to Win ist, wenn man sich im Ranking mit anderen Spielern messen möchte. Hardcore Spieler können sich durchaus auch ohne echtes Geld aber auch mit viel Geduld durchschlagen. Wer allerdings nur ein bisschen Spaß nebenbei sucht, wird sich auch ganz ohne Einsatz von Geld nicht unfair behandelt fühlen, sondern viele spaßige Stunden erleben.

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